Ein Leitfaden von der Lizenzwahl bis zum erfolgreichen Rollout
SAP BTP: Welches Vertragsmodell ist das richtige für Sie?
Die SAP Business Technology Platform (BTP) ist die zentrale Plattform für Innovation im SAP-Ökosystem. Doch bevor die erste Zeile Code geschrieben wird, steht eine entscheidende Frage im Raum: Welches Vertragsmodell ist das richtige für unser Unternehmen? Dieser Beitrag bietet Ihnen eine klare Entscheidungshilfe, erklärt die Lizenztypen im Detail und zeigt, wie Sie einen Proof of Concept (PoC) am besten realisieren
Subscription (Abo) vs. Consumption (Verbrauch)
Die grundlegende Entscheidung
Subscription-Modell
Feste Verbindlichkeiten, hohe Kosteneffizienz
Strategische Konsequenz:
Maximale Planbarkeit und finanzielle Kontrolle über den Projektverlauf.
Immanentes Risiko:
Gebundenes Kapital kann nicht für neue Opportunitäten genutzt werden. Es besteht das Risiko ungenutzter Assets (‚Shelfware‘) bei sich ändernden Prioritäten.
Consumption-Modell
Hohe Flexibilität zum Aufpreis
Strategische Konsequenz:
Maximale Agilität zur Realisierung zukünftiger, heute noch unbekannter Potenziale.
Immanentes Risiko:
Erfordert ein stringentes Kosten-Controlling und klare Governance-Modelle, um die finanzielle Effizienz über den gesamten Nutzungszyklus sicherzustellen.
Um diese strategische Entscheidung mit validen Daten zu unterfüttern und das finanzielle Risiko zu minimieren, ist eine präzise Bedarfsanalyse unerlässlich. Der folgende Abschnitt beschreibt den Weg dorthin.
SAP bietet mehrere Lizenzoptionen für die SAP BTP an
Lizenzoptionen für die SAP BTP
Free Trial
Subscription
Upsizing teilweise über SAP BTP EA möglich.
Pay-as-you-go (PAYG)
BTP Enterprise Agreement (EA)
Ersetzt das SAP CPEA.
Weitere Details finden Sie in der unternehenden Übersicht:
Wie funktioniert es? Sie buchen einen oder mehrere spezifische Services (z.B. SAP Integration Suite) für eine feste Vertragslaufzeit zu einem festen Preis. Die Kosten sind monatlich oder jährlich exakt planbar, unabhängig von der Nutzungsintensität.
Vorteil: Keine Kostenüberraschungen und eine einfache Budgetverwaltung.
Wie funktioniert es? Dies ist die reinste Form des Verbrauchsmodells. Sie richten ein Konto ein und zahlen pro Nutzung für die Services, die Sie aktivieren. Es gibt keine Mindestabnahme oder Vorauszahlung.
Vorteil: Maximale Flexibilität, kein finanzielles Commitment und die Möglichkeit, die Free-Tier-Angebote für einen kostenlosen Einstieg zu nutzen.
Wie funktioniert es? Sie erwerben im Voraus ein Guthaben – die sogenannten Cloud Credits. Alle genutzten BTP-Services werden von diesem Guthaben abgebucht. Dies bündelt alle Kosten unter einem Vertrag und bietet in der Regel bessere Konditionen als Pay-As-You-Go.
Vorteil: Verbindet die Flexibilität des Verbrauchsmodells mit den Vorteilen eines zentralen Enterprise-Vertrags: Skaleneffekte, Rabatte und vereinfachte Governance.
Wichtige SAP BTP Begriffe schnell erklärt
Wie Sie Ihren Bedarf realistisch einschätzen und Kostenfallen vermeiden
Von der Theorie zur Praxis: So ermitteln Sie Ihren realen Bedarf
Die Praxis: Sich allein auf die Theorie zu verlassen, ist riskant. Schätzungen sind fehleranfällig. Um Ihren Bedarf – also welche Services Sie in welcher „Menge“ wirklich brauchen – exakt zu ermitteln, muss die Theorie in der Praxis verprobt werden. Genau hier setzt unser 3-Phasen-Modell an: Es ist der praxiserprobte Weg, um Ihren realen Bedarf risikofrei zu validieren.
Technische Machbarkeit im Trial Account validieren
Phase 1: Kostenlose Exploration
Entwickler können hier erste technische Machbarkeitsstudien durchführen, APIs testen und ein Gefühl für die Services bekommen. Dies geschieht in einer isolierten Sandbox-Umgebung und ist ideal, um ohne Kosten und Risiko zu experimentieren.
Diese Phase dient der reinen technischen Erkundung und Vorbereitung.
Den Business Value mit Free-Tier und Pay-As-You-Go beweisen
Phase 2: Realitätsnahe Validierung
Richten Sie einen Pay-As-You-Go-Account ein. Hier können Sie die großzügigen Free-Tier-Angebote vieler Services nutzen. Damit bauen Sie Ihren PoC in einer produktiven Umgebung auf, können ihn bei Erfolg nahtlos weiternutzen und zahlen nur, wenn Ihre Nutzung die kostenlosen Kontingente übersteigt.
So validieren Sie Ihre Idee unter realen Bedingungen mit minimalem finanziellem Risiko.
Vom erfolgreichen PoC zur unternehmensweiten Lösung
Phase 3: Skalierung und produktiver Rollout
Option A (Wechsel zu Subscription): Hat sich ein klar definierter, stabiler Service-Bedarf herauskristallisiert, können Sie für diese Services ein kosteneffizientes Subscription-Modell abschließen.
Option B (Skalierung mit BTP EA): Bleibt der Bedarf dynamisch oder sollen weitere Projekte folgen, überführen Sie den Account in ein Enterprise Agreement. Die im PoC genutzten Services werden einfach aus den zentralen Cloud Credits bezahlt, was die Skalierung im gesamten Unternehmen vereinfacht.
Von der strategischen Entscheidung zur validierten Umsetzung
Ihr Weg zur optimalen BTP-Strategie
Wir bieten Ihnen:
Eine unverbindliche strategische Beratung,
um das passende Vertrags- und Servicemodell für Ihre Ziele zu identifizieren.
Einen begleiteten Proof of Concept (POC),
in dem wir gemeinsam mit Ihnen einen konkreten Anwendungsfall auf der SAP BTP umsetzen und den Mehrwert für Ihr Unternehmen validieren.